Neuroästhetik
23. Februar 2026
Brigitte Grawe

Mir hat die Neurowissenschaft, speziell im Bereich Op-art, spannende Erklärungen liefern können, die ich nicht nur praktisch zu nutzen versuche. Zu wissen, wie und warum optische Täuschungen funktionieren ist fantastisch.

Die Aussicht auf mit der Wissenschaft wachsende Möglichkeiten macht mir als Künstlerin unstillbare Lust auf mehr. Die Schnittstellen beider Bereiche haben mich untrennbar in ihren Bann gezogen.

Um über den aktuellen Forschungsstand im Bilde zu sein, recherchiere ich regelmäßig in Fachdatenbanken, Bibliothekskatalogen und Internet. Einige Forschungszeitschriften beziehe ich inzwischen regelmäßig.

 

*Ernst Pöppel: (geb. 1940) Prof. Dr. Phil. Dr. med. habil., Institut für medizinische Psychologie und Vorstandsvorsitzender des Humanwissenschaftlichen Zentrums der Universität München.

*Vilayanur S. Ramachandran: (geb. 1951) Direktor des ‚Center for Brain and Cognition‘ in San Diego und Professor für Psychologie und Neurowissenschaften an der University of California

eMotion“ Das psychogeografisch kartierte Museum: Ein spannendes Projekt des Instituts für Design- und Kunstforschung der Hochschule für Gestaltung und Kunst Basel wurde unter der Leitung des Kulturwissenschaftlers Prof. Dr. Martin Tröndle durchgeführt. Grundlage waren dabei experimentell an Besuchern des Kunstmuseums von Sankt Gallen durchgeführte Messungen. Die freiwilligen Teilnehmer trugen dazu ein Messgerät in Form eines Armbandes. Erfasst wurde dadurch z.B. Gehgeschwindigkeit, Verweildauer, Wegwahl, emotionale und kognitive Reaktionen. Unterstützt wurde die Auswertung dieser Daten durch eine zusätzliche Befragung der Testpersonen. Ziel ist es, die „psychogeografische Wirkung“ der Räumlichkeiten und Kunstobjekte auf Besucher zu analysieren. Für mich ist daran besonders interessant, dass hier Interaktion von Wissenschaft & Kunst eine transdisziplinäre Studie ermöglichte. Die Ergebnisse sind ebenfalls auf der Websetie veröffentlicht.

*Hinweis:

Institute of neuroesthetics attached to the Wellcome Laboratory of Neurobiology (Vislab)
(Leiter: Prof. Semir Zeki) – at University College London
Dort wurden mehrere Jahre einige meiner Op-Art-Bilder präsentiert.

 

Literatur- und Linkliste

 

  • Martin Dresler: Neuroästhetik. Kunst – Gehirn – Wissenschaft. – Seemann: Leipzig, 2009.  144 S., 43 farb. u. 41 S/W-Abb. – ISBN 978-3-86502-216-5
  • Svenja Flasspöhler: Wie viel Ästhetik braucht der Mensch?  : Monopol, 29.04.2010
  • *1Vilayanur Ramachandran: Eine kurze Reise durch Geist und Gehirn. – Rowohlt, 2005. – ISBN: 9783499619878
  • Zeki, Semi: Glanz und Elend des Gehirns : Neurobiologie im Spiegel v., Kunst, Musik u. Literatur / aus d. engl. v. Ulrike Bischoff. – München [u.a.]: Reinhardt, 2009.  –   ISBN 978-3-497-02119-2
    • ‚Neuro-Ästhetik und Kunst-Schönheit(en)‘: Leserartikel v. Werner Hahn. – Die Zeit. – 08.07.2008
    • Association of Neuroesthetics – a Platform of Arts and Neuroscience
    • Neurobiologie der Schönheit – Handelsblatt: 24.07.2008
    • Verändert Schönheit unser Gehirn? – FAZ: 02.07.2008
    • Was Neurobiologen sehen, wenn sie Kunst sehen – FAZ: 13.06.2008
    • Im Nebelgebiet des Geistes – 05.06.2008
    • Die Neuroesthetik fragt, was Menschen als schön empfinden – Märkische Allgemeine Zeitung: 22.05.2008
    • Kunst ist ein Neuronenfeuer – Die Zeit: 15.05.2008
    • Beim Gründungskongress der Neuroästheten – Der Tagesspiegel: 10.05.2008
    • Londoner Institute of Neuroesthetics:
      • zahlreiche Volltext-Fachartikel (teilw. in ital. sprache)
      • Literaturverweise auf Special-issues und Bücher
      • „The Journal of Neuroesthetics“ (in Kürze)