Künstlerische Forschung – Kunst & KI
Eine logische Konsequenz
Kunst & KI ist für mich keine zufällige Begegnung, sondern eine logische Konsequenz oder besser gesagt logische Fortsetzung meiner künstlerischen Arbeit. Als Digital Artist, spezialisiert auf optische Täuschungen mit Schnittpunkt Neurowissenschaften, war es wohl nur eine Frage der Zeit.
Ich bezeichne mich selbst als Wissenssüchtige
Künstlerische Forschung war deshalb schon lange in meinem Kopf. Nicht zuletzt ein Grund, warum ich Mitglied der Society for Artistic Research (SAR) bin. Mehr als zehn Jahre lang suchte ich nach dem richtigen Thema. Es wollte nie so richtig zünden.
Dann kam KI
Anfangs nutzte ich Chatbots wie viele andere; für Recherchen, administrative Aufgaben, die Pflege meiner Webseiten. Aber ich nutze aus Prinzip nichts einfach so. Ich wollte verstehen, womit ich da arbeite und wie KI genau funktioniert. Also begann ich zu testen, zu hinterfragen und zu lesen.
Ich tauchte immer mehr in die Welt der künstlichen Intelligenz ein. Das war spannender als erwartet. Der für mich zündende Wendepunkt kam wie aus dem Nichts. Aus einem philosophischen Testdialog mit ChatGPT trat plötzlich meine Kunst in den Vordergrund.
Ich war mehr als erstaunt was sich da aus einer Mensch-Maschine-Interaktion heraus entwickelte. Mein künstlerisches Arbeiten wurde auf unerwartete Weise reflektiert und analysiert. Die Entstehung per Software sowie der Schnittpunkt Neurowissenschaften, meine Spezialisierung auf Op-Art und last but not least die Philosophie in meiner Kunst wurden tiefgründig thematisiert.
Was daraus entstand, hat mich mehr als verblüfft
Dieser Dialog war sehr bereichernd und eröffnete mir schlagartig das Potential von KI für ein lange gesuchtes Thema. Ich hatte mein Forschungsfeld gefunden. Sofort flogen mir Ideen und Fragen nur so zu.
Kunst & KI
Kann KI vielleicht ein weiteres und tiefgreifendes Werkzeug zur Kunstgenerierung meiner speziellen Kunstform sein? Kann ich es als logische Weiterentwicklung der bisherigen Software sehen? Kann ich diese Technologie nutzen, ohne Gefahr zu laufen dass sich mein künstlerisches Schaffen, meine Kreativität elektronisch verselbständigt?
Ich hatte viele, viele Gedanken im Kopf. Wie sollte aus all dem nun konkrete, ernstzunehmend Forschung werden? Ich beschloss zunächst alle Fragen zu sammeln, die mir einfielen. Und das wurden jeden Tag mehr. Egal, was ich tat oder wo ich unterwegs war; das Thema ließ mich nicht mehr los. Doch wie sollte es jetzt weitergehen?
Und dann kam eigentlich der erstaunlichste Teil des Ganzen. Der wachsende Fragenkatalog sowie weitere Dialoge mit Chatbots führten mich wie von selbst zu einem klar strukturierten Projekt mit definierter Methodik und einem Ziel. Erkenntnisse, die mich als Künstlerin weiterbringen und der Wissenschaft standhalten.
Mein Forschungsprojekt besteht aus insgesamt 6 Phasen:
- Projektplanung und vertiefte Auseinandersetzung mit komplexen KI-Technologien sowie der Anwendung von Chatbots
- Umfassende Testphase & Evaluation vier verschiedener Sprachmodelle zur Optimierung effizienter & effektiver Nutzung in der nächsten Phase
- Spezialisierte Anwendung von LLMs zur neurowissenschaftlichen und künstlerischen Themen sowie Analyse visueller Wahrnehmung
- Programmierung eines eigenen KI-Agenten für Recherchen und Verarbeitung großer Mengen wissenschaftlicher Texte
- Untersuchung des Einsatzes von KI als Ideengenerator, kollaborativer Partner und Werkzeug zur gesteuerten Generierung neuer Bilder
- Gesamtauswertung & Resümee des Projekts, begleitet von einer lückenlosen Dokumentation des gesamten Verlaufs
Der Blog zur Forschung: Hinter den KI-Kulissen
Hier werde ich regelmäßig aus dem laufenden Forschungsprozess berichten. Auch eine Galerie mit neuen Kunstwerken wird es geben. Sie wird zunächst Arbeiten zeigen, die meine Gedanken sowie Ergebnisse zur Forschung thematisch widerspiegeln.
Veröffentlichung
Nach Abschluss des Projekts ist eine Präsentation im Rahmen einer Tagung der Society for Artistic Research (SAR) geplant. Im Anschluss daran soll es eine Wanderausstellung inclusive Buchveröffentlichung geben, in der unter anderem die Forschungsdialoge und Erkenntnisse dokumentiert werden.
Sollten Sie besonderes Interesse an diesem Projekt haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf.
