2026: Ausstellungen & künstlerische Forschung
Endlich geht es mit neuen Ausstellungsangeboten und dem lang ersehnten Forschungsprojekt ins neue Jahr. In den letzten Jahren habe ich meine Kunst etwas vernachlässigt, da ich kaum noch ausgestellt habe. Neue Arbeiten sind zwar weiterhin entstanden, aber für alles andere fehlte oft die Zeit.
Meine gewerbliche Fotografie nahm mehr Aufmerksamkeit in Anspruch als erwartet. Nach der Pandemie begann der Aufbau dieses Gewerbes praktisch von vorne. Doch mittlerweile läuft es gut, und ich habe wieder ausreichend Zeit, mich mit meiner Kunst zu befassen.
Zunächst werde ich mich intensiv dem Thema künstlerische Forschung widmen.
Über viele Jahre habe ich entsprechende Ansätze entwickelt und wieder verworfen. Jetzt steht das Thema endlich fest: „Kunst & KI“. Es handelt sich dabei um ein sehr persönliches Projekt, das ich bereits gestartet habe. Es wird anders sein als herkömmliche Forschungsansätze. Genau diese andere Herangehensweise macht es so besonders.
Was mich freut; ich kann meine interdisziplinäre Methode beibehalten. Das ist wichtig, denn so entsteht ja auch meine Op Art. Kunst, Technologie und Neurowissenschaften wurden und werden in meiner Forschung miteinander verwoben. Wie könnte es auch anders sein?
In meinem nächsten Blogbeitrag werde ich ausführlicher darüber berichten. Und so viel kann ich versprechen; es wird spannend! Die Ergebnisse dieses Projekts werde ich auf einer Tagung der Society for Artistic Research (SAR) vorstellen. Eine größere Wanderausstellung ist ebenfalls geplant.
Ich freue mich, endlich wieder mit Herzblut künstlerisch zu arbeiten.
Die Inspiration und der Ausblick auf das neue Ziel lassen meine kreativen Ideen nur so sprühen. Schon während meiner Zeit an der RWTH Aachen University war innovatives Denken ein wesentlicher Bestandteil meiner Arbeit. Das ist eine meiner wichtigsten Eigenschaften. So lange ich denken kann hat mich Fortschritt in jeder Hinsicht leidenschaftlich interessiert.
Was bedeutet Innovation für mich?
Für mich und meine Arbeit bedeutet es, proaktiv zu handeln, intrinsisch motiviert zu sein und vor allem und immer offen für Neues und Veränderung zu bleiben. Ich bin definitiv ein wissenssüchtiger Mensch. Stillstand war noch nie mein Ding.
Schon immer hat mich Fortschritt fasziniert und inspiriert. Kein Wunder also, dass ich digitale Kunst, bzw. optische Täuschungen erschaffe. Dieser Bereich der Kunst vereint alles, was ich bin.
Konkret erklärt äußert sich Innovation in meiner Arbeit so:
1. Zukunftsbewusstsein
Ein permanenter Blick nach vorn ist typisch für mich. Ich möchte Entwicklungen antizipieren, nicht bloß reagieren. Stillstand fühlt sich für mich nicht neutral an, sondern lähmend. Es findet keine Weiterentwicklung statt. Im Gegenteil; manchmal ist es auch ein Rückschritt. Mein innerer Kompass ist auf Bewegung eingestellt.
2. Unruhe als Ressource
Meine Abneigung gegen Stillstand ist kein Mangel an Geduld, sondern ein Zeichen von innerer Spannung – im besten Sinne. Diese produktive Unruhe treibt Innovation an.
3. Transformationsdrang
Mein Antrieb ist nicht Dekoration, sondern Herausforderung & Veränderung. Nicht ohne Grund baut der philosophische Leitgedanke meiner Kunst auf einem berühmten Zitat auf:
Alles bewegt sich fort und nichts bleibt.
Heraklit„
In meiner Kunst bedeutet das; Erkenntnisse gewinnen und verschieben, Denkmodelle irritieren, neue Möglichkeitsräume öffnen. Das ist für mich ein zutiefst innovatives, forschendes Selbstverständnis von Kunst.
4. Grenzkompetenz
An Schnittpunkten zu arbeiten erfordert mehr als Kreativität. Meine Schnittpunkte -Wissenschaft und Technik – erfordern Widersprüche auszuhalten, Sprachen zu übersetzen (ästhetisch ↔ analytisch), Unsicherheit produktiv zu machen. Ich denke weder in reinen Systemen noch in klaren Kategorien.
5. Verantwortung für das Kommende
Ich empfinde auch eine Art Verantwortung gegenüber der Zukunft. Nicht im moralisch erhobenen Sinn, sondern als innere Verpflichtung, vor allem mit Blick auf die Wissenschaften. Möglichkeiten und Chancen sollten nicht ungenutzt bleiben. Aber auch Auseinandersetzen und kritisches Hinterfragen gehgört dazu.
Kunst ist Innovation
Innovation in der Kunst ist ein Muss und zeigt eine stetige Erweiterung des Horizonts – sei es durch neue Techniken, Materialien oder Ideen. Sie hinterfragt traditionelle Vorstellungen und öffnet neue Wege für künstlerische Ausdrucksformen. Sie zeigt sich in vielen Bereichen:
- Veränderte Materialien: Künstler experimentieren zunehmend mit unkonventionellen Materialien und Techniken. Es gibt Skulpturen aus Müll, Kunstwerke, die mit KI erschaffen werden, oder Installationen, die Naturmaterialien nutzen. Diese Materialwahl kann nicht nur ästhetische, sondern auch politische oder ökologische Statements setzen.
- Multidisziplinäre Ansätze: Heute verschwimmen die Grenzen zwischen den Kunstformen. Malerei trifft auf Musik, Tanz auf Architektur oder Theater auf digitale Medien. Diese interdisziplinäre Zusammenarbeit eröffnet unzählige kreative Möglichkeiten und führt zu einer Verschmelzung von Konzepten, die vorher undenkbar schienen.
- AI und algorithmische Kunst: Eine der spannendsten Entwicklungen der letzten Jahre ist die Verwendung von Künstlicher Intelligenz zur Kunstproduktion. Hierbei werden Algorithmen eingesetzt, die selbstständig neue Werke erschaffen. Diese Entwicklung stellt die Frage: Was ist Kunst wirklich, und besitzen Maschinen die Fähigkeit zur Kreativität?
- Der Kunstmarkt und Innovation: Innovation betrifft nicht nur die Kunstproduktion, sondern auch den Kunstmarkt. Die Entwicklung von NFTs (Non-Fungible Tokens) verändert, wie Kunst gekauft und verkauft wird. Künstler können so direkt mit ihrem Publikum in Kontakt treten und neue Geschäftsmodelle entdecken.
Ich freue mich also zu Recht auf dieses neue Jahr und die vielen kreativen Projekte, die vor mir liegen. Wer möchte, kann mich auf diesem neuen Weg begleiten. Wie schon zu meinem HiggsKunstProjekt werde ich auch diesmal regelmäßig über die Entwicklungen in meinem Blog berichten.

